2 Kommentare

  1. thobi75
    4. Juni 2010 at 19:24 | | Antwort verfassen

    Fakt ist aber: Die SPD hat der CDU vorgeschlagen, gemeinsam einen unabhängigen Kandidaten ins Rennen zu schicken, Merkel hat das abgelehnt, weil sie es sich nicht erlauben konnte, den Anden-Pakt zu übergehen.

    Und es gibt einen klaren qualitativen Unterschied zu sonstigen Präsidentschaftswahlen: Noch nie ist ein Präsident zurückgetreten, noch nie musste innerhalb weniger Stunden Ersatz her.

    Da hätte der Gedanken Charme gehabt, auch neue Wege zu gehen. Im übrigen: Auch die zweimalige Kandidatin Gesine Schwan war ja keine Parteipolitikerin in dem Sinne, sondern hatte lediglich ein SPD-Parteibuch. Letztlich war sie auch eine Kandidatin von außen. Insofern handelt die SPD konsequent.

    Ich hätte aber auch gut mit anderen leben können, die für mich den “Elder Statesmen” repräsentieren. Klaus Töpfer z.B. – der ist CDU-Mitglied. Oder Hans-Jürgen Papier (CSU). Es kommt eben nicht auf das Parteibuch an, sondern auf die Qualifikation.

    Trotzdem hat Merkel sowohl Töpfer als auch Papier abgelehnt, weil die zwar CDU-Mitglieder sind, aber blöderweise nicht im andenpakt.

    Daher sollte auch die CDU nicht so tun, als ob sie eine “hervorragende Lösung” präsentieren. Es ist eine reine parteiintern machttaktische Lösung, um den Laden ruhig zu halten.

    Dafür ist das Bundespräsidentenamt eigentlich zu schade. FDP-Spitzenpolitiker Kubicki hat schon recht: “Wulff fehlt jede Eignung”. Und das ist das Problem.

    Gruß aus der Sonne.

  2. 4. Juni 2010 at 19:33 | | Antwort verfassen

    Ich bin übrigens Töpfer-Fan, habe ihn schon früh auf Twitter genannt. Und ich kenne ihn viel länger als viele Andere. Ich hatte die Top-Meldung udn das erste Interview für den SR, als er 1989 als MP-Kandidat im Saarland antrat. Töpfer war einer der beiden Taufpaten des Zweckverbands Illrenaturierung. Und Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier wäre in der Tradition von Roman Herzog gestanden. Trotzdem finde ich die Wulff-Lösung charmant und interessant. Und davon lasse ich mich auch nicht abbringen.

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