3 Kommentare

  1. Andreas Augustin
    16. Oktober 2010 at 21:44 | | Antwort verfassen

    Der Beitrag kommt zeitlich goldrichtig. Ich habe heute bei einem Infostand in Saarbrücken mit erschreckend vielen resignierten Rentnern gesprochen und weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll.

    Ein aus dem Raum Magdeburg stammender Rentner, der früh politisiert wurde und folglich DDR, SED und Stasi noch bewusst miterlebt hat, sagte er fühlt sich bei den aktuellen Geschehnissen an früher erinnert. Solche Vergleiche habe ich von jungen Hitzköpfen, die es ja gerade nicht wirklich beurteilen können, schon öfter gehört und als Übertreibung abgetan. Doch als Übertreibung abtun kann ich das von heute Mittag nicht.

    Andererseits finde ich den Artikel aber auch etwas einseitig: So bin ich als Informatiker und Mitglied der Piratenpartei sicher nicht fortschrittsfeindlich, im Gegenteil, umgekehrt aber sehr wohl gegen Stuttgart 21 – aus wirtschaftlichen und basisdemokratischen Gründen. Dementsprechend sehe ich es auch gar nicht als konservative Idee, gegen Stuttgart 21 zu sein. Die Idee kam mir nie in den Sinn, auch wenn ich jetzt sehe, wie man darauf kommen könnte.

    Es geht nicht um den Erhalt des alten Bahnhofs, es geht um die Verhinderung eines Milliardengrabs. Ich denke nicht, dass es solche Proteste gäbe, wenn man kein solches Prestige-Projekt daraus gemacht hätte, sondern stattdessen einen “Minimum-Effort”-Ansatz vertreten hätte.

  2. Andreas Augustin
    16. Oktober 2010 at 21:48 | | Antwort verfassen

    Achso: Sorry wenn ich jetzt nicht so auf den Wirtschaftsteil eingegangen bin, aber mit dem bin ich im Prinzip d’accord.

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