Weihnachtslesung mit Gänsehaut

Als Lektor durfte ich gestern in ST. Stephan die Lesung aus Jesaja 9,1-16 vortragen. Es ist ein großartiger, charismatischer Text, der bis heute Menschen bewegt, nicht süßlich, nicht bequem, aber hoffnungsvoll und Mut machend.

Was für eine Verheißung für alle, die geschunden und unterdrückt sind:

„Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers. Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, der mit Blut
befleckt ist, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers.“

Wenn ich das lese, bekomme ich eine Gänsehaut. Der Text ist heute so aktuell wie vor mehr als 2000 Jahren.

Und auch die Verheißung, dass der Friede kein Ende hat und dass Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten, Stützen dieser Friedensherrschaft sind, gibt Hoffnung, dass es einen Sinn macht, sich einzusetzen für eben diese Gerechtigkeit, das Recht und den Frieden.

Jes. 9,1-6.

Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird.

Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers. Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, der mit Blut
befleckt ist, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten. Der leidenschaftliche Eifer des Herrn der Heere wird das vollbringen.

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