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	<title>Armin König</title>
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		<title>Schülerfirma macht Druck für Prima Klima an der Ill</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 15:18:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Sympathischer kann eine Aktion für den Klimaschutz kaum sein: Mit Biber Berti, Sonne, Windrad und Kerpenburg macht die Schülerfirma des Illtalgymnasiums, Print-Your Own, Werbung für &#8220;Prima Klima an der Ill&#8221; und die Null-Emissionsstrategie des Gaswerks Illingen und der Gemeinde. Zwei T-Shirt-Sätze und zwei Leinentaschen stellten Lea Menden und Marcel Böhm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://arminkoenig.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Prima_Klima_Printyourown.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3148];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-3149" title="Prima Klima an de Ill mit Print your own" src="http://arminkoenig.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Prima_Klima_Printyourown-300x147.jpg" alt="Vorstellung der T-Shirts im Rathaus " width="300" height="147" /></a></p>
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<p>Sympathischer kann eine Aktion für den Klimaschutz kaum sein: Mit Biber Berti, Sonne, Windrad und Kerpenburg macht die Schülerfirma des Illtalgymnasiums, Print-Your Own, Werbung für &#8220;Prima Klima an der Ill&#8221; und die Null-Emissionsstrategie des Gaswerks Illingen und der Gemeinde. Zwei T-Shirt-Sätze und zwei Leinentaschen stellten Lea Menden und Marcel Böhm als Prototypen im Illinger Rathaus vor. Bürgermeister Armin König streifte sich gleich eines dieser T-Shirts über und war sehr erfreut über Motiv und Qualität. Er entschied sich für den Biber, der sich mit umweltfreundlicher Energie den Pelz trocken föhnt. &#8220;Passt perfekt&#8221;, merkte der Verbandsvorsteher des Gaswerks an, der die Aktion zusammen mit Werkleiter Josef Meiser und Heike Adam initiiert hatte.</p>
<p>Die Schüler-Firma Print Your Own des Illtal-Gymnasiums besteht aus 20 engagierten Schülerinnen und Schülern und ist Teil des Junior-Projektes des Institutes der deutschen Wirtschaft Köln. Sie lernen neben ihrem Unterricht auf spielerische Weise, aber mit realem Konzept und echten Aufträgen, wie Wirtschaft funktioniert. Print Your Own hat sich für den Druck von Textilien entschieden. Damit lagen sie von Anfang an im Trend, auch bei den Mitschülern, für die sie Taschen bedruckten. Und auch der Bürgermeister war schnell überzeugt. &#8220;Druck machen für den Klimaschutz&#8221;, das fand er pfiffig und praktisch.</p>
<p>&#8220;Wir wollten etwas Einfaches, das jeder nutzen kann und es sind zwei sehr pfiffige Motive entstanden&#8221;, so König. Für ihn ist dies die dritte Schülerfirma des Illtal-Gymnasiums, mit der er zusammenarbeitet &#8211; und die bisher erfolgreichste. &#8220;Als Lea Menden und Marcel Böhm ihr Konzept vorgestellt haben, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich wusste, dass es funktioniert, weil ich gleich einen praktischen Aufhänger hatte: Die Klimaaktion&#8221;, sagt König.</p>
<p>Auch Werkleiter Josef Meiser musste nicht lange überzeugt werden. &#8220;Mit einer Schülerfirma zusammenzuarbeiten, passt gut in das Konzept des Gaswerkes&#8221;, erklärte Josef Meiser. Die Interkommunale Klimaschutz-Initiative der Mitgliedskommunen des Zweckverbandes Gaswerk Illingen (Mitgliedskommunen sind Illingen, Merchweiler und Quierschied) versucht Kinder und Jugendliche für einen bewussten Umgang mit Energie zu sensibilisieren. &#8220;So bilden wir zum Beispiel Internationale Energiedetektive&#8217; aus und veranstalten Kinderklimaschutzkonferenzen.&#8221; Die Zusammenarbeit klappte von Anfang an reibungslos. &#8220;Uns macht das Spaß&#8221;, sagt Meiser. Untersützt werden die Schüler auch vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS). Christian Koch und Jochen Meisberger vom Umweltcamus Birkenfeld waren ebenfalls bei der Vorstellung dabei und äußerten sich sehr positiv über das Schülerkonzept und die Chancen für eine bürgernahe Klimakampagne.</p>
<p>Klima-T-Shirts können bestellt werden beim Gaswerk Illingen, Telefon (0 68 25) 9 32 60.</p>
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		<title>Zeit für eine Neuorientierung &#8211; Soziale Marktwirtschaft statt Finanzkapitalismus</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 08:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hab heute ein Grußwort beim VdK-Landesverbandstag (&#8220;Unser Land sozial gestalten&#8221;) in der Illipse Illingen zum ienem Aufruf für eine politische Neuorientierung genutzt. &#8220;Nach Jahren einer stark marktwirtschaftlich orientierten Politik in Europa, die vor allem dem britisch-amerikanischen Modell folgte, rücken zunehmend Fragen der sozialen Gerechtigkeit und einer wertgebundenen Sozial- und Wirtschaftsordnung in den Blickpunkt der deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hab heute ein Grußwort beim VdK-Landesverbandstag (&#8220;Unser Land sozial gestalten&#8221;) in der Illipse Illingen zum ienem Aufruf für eine politische Neuorientierung genutzt. </p>
<p>&#8220;Nach Jahren einer stark marktwirtschaftlich orientierten Politik in Europa, die vor allem dem britisch-amerikanischen Modell folgte, rücken zunehmend Fragen der sozialen Gerechtigkeit und einer wertgebundenen Sozial- und Wirtschaftsordnung in den Blickpunkt der deutschen und der saarländischen Politik.<br />
Auch wir in Illingen haben festgestellt, dass der Markt nicht alles regelt und steuert. Es gibt keine „unsichtbare Hand des Marktes“. Das ist ein Mythos. Den Markt können nur Menschen regeln.<br />
Und deshalb sage ich:<br />
Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel.<br />
Es ist Zeit, nicht nur den Finanzmärkten die Regierung zu überlassen.<br />
Die Zukunft gehört denen, die neu denken.<br />
Es ist Zeit, die Soziale Marktwirtschaft wieder in den Vordergrund zu rücken.<br />
Dafür spricht auch der Stimmungswandel in Europa.</p>
<p>Nun werden Sie sagen: Was kann ein Bürgermeister mit seinem begrenzten lokalen Blick zur großen europäischen Politik sagen?</p>
<p>Armin Lang hat vorhin die Hausbesuche von Politikern erwähnt, die wahlkämpfen.<br />
Ich habe inzwischen in drei Urwahlkämpfen über 8000 Häuser besucht. Und ich kenne die Sorgen und Nöte der Menschen, bin immer nah am Ball, gehe zu jeder goldenen Hochzeit, bin in und unter den Vereinen. Das schult. Ich wünsche mir wieder mehr Politiker, die diese Lebenserfahrung gesammelt haben, die nicht von der Uni mit dem Köfferchen in die Parlamente gehen und dort über die Zukunft unseres Landes entscheiden.<br />
Ein Dorf ist nicht die Welt. Das hat schon Dürrenmatt gesagt. Aber in der vernetzten Welt kann jedes Dorf zum global village &#8220;in nuce&#8221; werden.    </p>
<p>Die Das Silicon Valley hat es bewiesen. Und auf Twitter bin ich Illiconvalley.<br />
Illiconvalley plädiert für einen Kurswechsel.<br />
Hier und in der großen Politik!<br />
Die Zukunft gehört denen, die Gemeinden neu positionieren.<br />
„Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“, haben Claus Leggewie und Harald Welzer prophezeit. Vom „Ende der Normalität“ schreibt Bestseller-Autor Gabor Steingart.<br />
Das ist die eine Seite der Medaille.<br />
„Zukunft ist möglich“, schreibt das World Future Council.<br />
„Welt mit Zukunft“ beschwört Franz-Josef Radermacher vom Club of Rome. Das ist die andere Seite der Medaille.<br />
Das ist ein Risiko.<br />
Aber es ist auch eine Chance.<br />
Es ist eine Chance auf das Ende einer Atompolitik, die bis heute keine Lösung für die Endlagerung hat.<br />
Es ist die Chance auf das Ende einer Wegwerfpolitik, die die fossilen Ressourcen dieses Planeten ohne Rücksicht auf die Zukunft ausgeplündert hat.<br />
Es ist auch die Chance auf eine Rückbesinnung zu den Wurzeln einer Gesellschaft, die von christlichen Werten geprägt ist.<br />
Und wenn ich bei meinen letzten Neujahrsreden gesagt habe: „Lasst uns eine Arche bauen“ und „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen“, dann war das ein Hinweis darauf, wo die Reise hingehen soll.<br />
Mit dem Projekt Illingen 2030 zeigen wir, wohin wir auch in Zeiten des Demographischen Wandels, der Schrumpfung und der Alterung gehen wollen. Wir setzen auf eine solidarische, partizipative Gesellschaft. Nicht umsonst sind unsere Erfahrungen bundesweit gefragt. Wir touren damit durch ganz Deutschland, waren zuletzt auf Arte und Planetopia.<br />
Es geht immer ums Ganze.<br />
Wir können nicht NUR  Wirtschaftspolitik machen.<br />
Wir können nicht NUR Umwelt- und Energiepolitik machen.<br />
Wir können nicht NUR Sozialpolitik machen.<br />
Und wir können nicht NUR Kulturpolitik machen.<br />
Auch wenn wir in all diesen Bereichen in den letzten fünfzehn Jahren in Illingen starke Akzente gesetzt haben: Isoliert funktioniert es nicht. Wir müssen alles zusammenführen, dann entsteht aus Teilen ein Ganzes. Das zahlt sich aus.<br />
Ich weiß, dass es Menschen gibt, die sich von diesen Umbrüchen überfordert fühlen. Selbst wir, die wir mitten drin stehen in diesem Prozess und noch fit sind, haben ja Probleme, das ungeheure Tempo mitzugehen. Um wie viel mehr gilt dies für Menschen, die nicht so ausgebildet sind, die schlechtere Ausgangsbedingungen haben, die gehandicapt sind. Viele kommen einfach nicht mehr mit. Schwächere ohne Abschluss, Migranten beispielsweise, Menschen mit Handicap. Mehr noch gilt es für die vielen alten Menschen in unserer Nachbarschaft.  Wir dürfen sie nicht allein lassen.<br />
Ich werde mich nicht damit abfinden, dass wir einen Teil der Menschen einfach abschreiben, weil sie angeblich nicht mehr leistungsfähig sind, weil sie alt oder gebrechlich oder behindert sind.<br />
Ich werde mich auch nicht damit abfinden, dass Menschen, die diese Gesellschaft, dieses Land, diese Gemeinde mit aufgebaut haben, am Ende ihres Lebens abgeschoben werden.<br />
Als Christ sage ich: Fairness, Gerechtigkeit, Achtsamkeit – oder ganz altmodisch: Nächstenliebe – sind mir hoch und heilig.<br />
Und weil dies so ist, müssen wir uns in einer älter werdenden Gesellschaft um die kümmern, die unsere Hilfe brauchen. Wir: Das sind wir alle, nicht nur die Profis der Wohlfahrt! Das schaffen wir nur gemeinsam. Es geht immer ums Ganze.<br />
Unsere Aufgabe ist es, die Schwächeren zu schützen und zu schützen, ihnen aber auch die Chance zur Selbstentfaltung zu geben, wie das Sozialgesetzbuch dies eigentlich vorsieht, ohne dass die entsprechenden Möglichkeiten bisher genutzt werden. Im Saarland gibt es eine lange Tradition der sozialen Marktwirtschaft. Für mich ist die Idee der christlichen Soziallehre prägend. Das versuchen wir auch in Illingen in der lokalen Politik umzusetzen. Die Kooperation mit dem VdK schätzen wir sehr.<br />
In Illingen hat der VdK in der Vergangenheit wegweisende Beschlüsse gefasst, in mindestens einem Fall auch mit meiner Mitwirkung. Darunter waren auch unbequeme Themen, die zwingend in der Gesellschaft diskutiert werden müssen.<br />
Aber wir diskutieren nicht nur über Herausforderungen, wir packen auch an, gewinnen unter tätiger Mithilfe des VdK Preise und feiern gern. Die Freiheit nehmen wir uns.<br />
Unser Illingen hat ein Gesicht. Diese Gemeinde ist anders als andere. Weil sie anders denkt und weil sie anders handelt. Ökologisch sensibel und ökonomisch erfolgreich. Mutig, unkonventionell, kreativ und kulturell aktiv. Und immer nah an den Bürgern.<br />
Zum Wohlbefinden gehört aber auch „Leben und Leben lassen“. Und auch das gehört zu Lebensqualität und Nachhaltigkeit: Dass wir Zeit für uns selbst finden.<br />
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in der wohl größten und schönsten &#8220;Kulturpraline&#8221; des Saarlandes, der Illipse, und einen angenehmen Aufenthalt im Erholungs- und Gesundheitsort Illingen.        </p>
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		<title>Dieser Erzbischof ist nicht mein Erzbischof &#8211; die Kluft zwischen Amtsträgern und Kirchenvolk wächst</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 21:54:33 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Der streitbare &#8220;Oberhirte&#8221; lässt verlauten! &#8220;Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat sich zum Auftakt des 98. Deutschen Katholikentags in Mannheim kritisch zu den aktuellen Treffen geäußert. &#8220;Katholikentage sind nicht mehr das, was sie mal waren.&#8221; Es fehle &#8220;die katholische Mitte, bei der man die Verbundenheit und Einheit von Papst, Bischof, Priestern und dem Volk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der streitbare &#8220;Oberhirte&#8221; lässt verlauten!<br />
&#8220;Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat sich zum Auftakt des 98. Deutschen Katholikentags in Mannheim kritisch zu den aktuellen Treffen geäußert. &#8220;Katholikentage sind nicht mehr das, was sie mal waren.&#8221; Es fehle &#8220;die katholische Mitte, bei der man die Verbundenheit und Einheit von Papst, Bischof, Priestern und dem Volk Gottes spürt&#8221;.<br />
Ordnet man die Meldung des &#8220;Unabhängigen katholischen Nachrichtenportals&#8221; www.kath.de in klassisch politisch-gesellschaftliche News-Kategorien ein, dann wäre der Meißner-Beitrag &#8220;Es fehlt die katholische Mitte&#8221; mit Kategorie 5 noch gut bewertet. Ein Füller, absolut vernachlässigbar. Wenn wir ihn trotzdem hier kommentieren, dann deshalb, weil er die extreme Kluft zwischen kirchlichen Würdenträgern und den Katholiken so beispielhaft darlegt.<br />
Ich weiß nicht, von welchen Zeiten und von welcher Mitte Meißner schreibt. Dass er basisnah sein kann, beweist er ja beispielsweise bei seinen Karnevalsmessen im Dom. Wenn es aber um fundamentale Fragen der Kirche, der Liturgie, der Lehre geht, auch um Kirchen-Moral, dann wird der Kölner Erzbischof zum Erzkonservativen &#8211; der anscheinend nicht anerkennen will, dass der Geist heute anders weht als vor dem 2. Vatikanischen Konzil.<br />
Er will etwas erzwingen, was nicht zu erzwingen ist.<br />
Nein, die Gehorsamsfrage braucht er nicht mehr zu stellen. Entweder repräsentieren wir Kirchenvolkschristen nicht die &#8220;katholische MItte&#8221; oder &#8220;Papst, Bischof und Priester&#8221; repräsentieren sie nicht. Die Koordinatensysteme verschieben sich immer weiter auseinander.<br />
Und auch das Verhalten hat sich geändert. Die deutschen Katholiken sind nicht mehr die zahmen Schafe ultramontaner Oberhirten. Sie werden es auch nicht mehr.<br />
Entweder gehen sie ins innere Exil und bleiben weg &#8211; oder sie leben ihr eigenes Leben nach bestem Wissen und Gewissen.<br />
Natürlich gibt es auch weiter die Gruppe der frommen Gläubigen, die ihren Hirten und Oberhirten uneingeschränkt folgen. Das ist auch legitim. Doch ebenso legitim ist es, Fragen zu stellen, kritisch zu sein, zu glauben UND zu zweifeln.<br />
Ich habe in den letzten vier Wochen zwei Jesus-Bücher gelesen: Das von Josef Ratzinger/Benedikt XVI und das von Hans Küng (das im wesentlichen aus &#8220;Christ sein&#8221;-Kapiteln besteht).<br />
In beiden Jesus-Büchern gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten. Aber sie enthalten auch fundamentale Unterschiede. Küng verneint in ungewöhnlich scharfer Form den Macht-Anspruch und den Gehorsamsanspruch der Hierarchen.<br />
Ja, die Kluft zwischen Amtsträgern der höchsten Ebenen und Kirchenvolk wächst. Der Katholikentag in Mannheim wird dies noch unterstreichen.<br />
Es fällt mir leicht, zu sagen: &#8220;Dieser Erzbischof ist nicht mein Erzbischof&#8221;. Köln ist ja nicht mein Bistum, meine Diözese. Lebte ich in Köln, hätte ich als Lektor wohl eher ein Problem.<br />
Damit wir uns recht verstehen: Ich bin kein Bilderstürmer, kein Revoluzzer. Aber ein kritischer Christ bin ich schon, der viele restaurative und reaktionäre Tendenzen, die derzeit aufblühen, in Frage stellt.<br />
Ich gehe nicht wegen der Kirche in die Kirche, sondern wegen Jesus Christus. Er fasziniert mich. Das war auch der Grund, warum ich Ende April 2012 zum heiligen Rock nach Trier gepilgert bin.<br />
Ich habe das Charisma des Ortes in Jerusalem am Ölberg, im Petersdom in Rom vor dem Reliquienschrein von Johannes XXXIII und an der Grotte in Lourdes erlebt. Es waren für mich faszinierende Erlebnisse.<br />
Im katholischen Kirchenalltag ist dafür anscheinend leider kein Raum. Dabei hängt es doch offensichtlich nicht vom Ort ab, sondern vom Geist, der weht.<br />
Ein engagierter Christ bin ich schon, aber kein angepasster, auch kein im klassischen Sinne &#8220;gehorsamer&#8221;, der alles für bare Münze nimmt, was von Oberhirten verkündet wird.<br />
Trotzdem ist dieser Glaube mein Glaube, der mich trägt.<br />
Meißners Belehrungen tragen dazu nicht bei.<br />
Die Kluft wird größer. Die Hierarchen geben nicht nach. Die Konsequenz ist unvermeidlich:<br />
Das Kirchenleben wird schwieriger.</p>
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		<title>Illingen und die Stars des Rheingau-Musikfestivals &#8211; Wir sind in guter Gesellschaft</title>
		<link>http://arminkoenig.de/blog/2012/05/14/illingen-und-die-stars-des-rheingau-musikfestivals-wir-sind-in-guter-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 22:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir ist gerade das Programm des Rheingau Musik Festivals 2012 in die Hände gefallen: &#8220;Ein Sommer voller Musik&#8221;. Einige der Stars, die dort 2012 auftreten, haben auch schon in Illingen in der Illipse Illingen gespielt: Ewa Kupiec (Polen, Klavier), hr-Bigband, Eliane Elias (New York, Jazz-Piano), Hannah Köpf Band. Da sind wir wieder in guter Gesellschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist gerade das Programm des Rheingau Musik Festivals 2012 in die Hände gefallen: &#8220;Ein Sommer voller Musik&#8221;. Einige der Stars, die dort 2012 auftreten, haben auch schon in Illingen in der Illipse Illingen gespielt: Ewa Kupiec (Polen, Klavier), hr-Bigband, Eliane Elias (New York, Jazz-Piano), Hannah Köpf Band. Da sind wir wieder in guter Gesellschaft.</p>
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		<title>Was für ein Pokalfinale: Begeisterung macht das Spiel &#8211; Glückwunsch, BVB!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 20:39:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedem Fußballfan ist das Herz aufgegangen bei diesem Pokalfinale: Traumhaft, wie der BVB Borussia Dortmund dieses Fußball-Hochamt gegen den FC Bayern zelebriert hat, wie Jürgen Klopps Team mit Begeisterung und leuchtenden Augen 5:2 gewonnen hat. Ich habe viele Pokalendspiele gesehen &#8211; aber das 2012er war eines der schönsten. Was für ein Team hat da gespielt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedem Fußballfan ist das Herz aufgegangen bei diesem Pokalfinale: Traumhaft, wie der BVB Borussia Dortmund dieses Fußball-Hochamt gegen den FC Bayern zelebriert hat, wie Jürgen Klopps Team mit Begeisterung und leuchtenden Augen 5:2 gewonnen hat.<br />
Ich habe viele Pokalendspiele gesehen &#8211; aber das 2012er war eines der schönsten. Was für ein Team hat da gespielt, was für ein Trainer triumphiert! Ich bin weder BVB- noch Bayern-Fan, was es für mich noch einfacher macht, unbefangen den neuen Doppelchampion enthusiastisch zu loben. Einsatz, Lauffreude, Intelligenz, Beweglichkeit, Spielwitz, Kampfbereitschaft, Charisma &#8211; und Begeisterung, das war das Erfolgsrezept.<br />
Und wie traten die Bayern auf? Selbst in Phasen der Dominanz schienen sie blockiert, unter gewaltigem Druck, schematisch &#8211; um sich durch unfassbare individuelle Aussetzer selbst jede Chance auf den Sieg zunichte zu machen.<br />
Was für ein erstaunliches Phänomen!<br />
Man musste nur in die Augen der Protagonisten zu blicken: hier Klopp, da Heynckes, hier Kagawa, da Schweinsteiger, hier Sebastian Kehl, da der geschlagene Lahm. Die Offiziellen wollen wir nicht vergessen: hier Präsident Watzke, da Präsident Hoeness.<br />
Sieger erkennt man am Start, Verlierer auch. Heute war wieder so ein Tag.<br />
Übrigens ist der Titel von Dieter Lange. Ich habe sein Buch einst verrissen, weil es mir zu plakativ war. Heute möchte ich Abbitte leisten. Lange hat Recht: Begeisterung macht das Spiel, und Sieger erkennt man am Start.<br />
Das setzt voraus, dass man eine Idee hat, ein großes Ziel. Dortmund hat dieses große Ziel: die Besten zu sein &#8211; und einfach nur zu spielen.<br />
Wäre schön, wenn Deutschland das auch wieder hätte: eine Idee, ein großes Ziel, Und Begeisterung für das Ganze. Da war ein Präsident, der plötzlich mittendrin war im schwarz-gelben Siegesjubel. Auch das hat uns begeistert, lieber Herr Gauck. Das lässt hoffen. Begeisterung macht das Spiel, auch für Deutschland.  Dafür könnten sich dann auch die Bürger begeistern.</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch, Dortmund, herzlichen Glückwunsch, Jürgen Klopp, herzlichen Glückwunsch Joachim Watzke.<br />
Das ist großer Tag für den BVB. Lasst euch feiern. Das habt ihr verdient.  </p>
<p>Und viele Grüße an die schwarz-gelben Borussen von einem Roten Teufel.<br />
Einem schwarzen Roten Teufel. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Warum der Illinger Haushalt 2012 als erster durchgreifender Sparhaushalt fair und nachhaltig ist und wie wir unsere Selbstverwaltung sichern können</title>
		<link>http://arminkoenig.de/blog/2012/05/12/warum-der-illinger-haushalt-2012-als-erster-durchgreifender-sparhaushalt-fair-und-nachhaltig-ist-und-wie-wir-unsere-selbstverwaltung-sichern-konnen/</link>
		<comments>http://arminkoenig.de/blog/2012/05/12/warum-der-illinger-haushalt-2012-als-erster-durchgreifender-sparhaushalt-fair-und-nachhaltig-ist-und-wie-wir-unsere-selbstverwaltung-sichern-konnen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 May 2012 14:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, hat Ingeborg Bachmann gesagt. Die Wahrheit ist, dass wir sparen müssen, die Wahrheit ist, dass wir uns neu aufstellen müssen. Die Wahrheit ist aber auch dass Bund und Länder den Kommunen Lasten auferlegt haben, die sie nicht tragen können. Sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Nordrhein-Westfalen haben die Verfassungsgerichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, hat Ingeborg Bachmann gesagt. Die Wahrheit ist, dass wir sparen müssen, die Wahrheit ist, dass wir uns neu aufstellen müssen. Die Wahrheit ist aber auch dass Bund und Länder den Kommunen Lasten auferlegt haben, die sie nicht tragen können. Sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Nordrhein-Westfalen haben die Verfassungsgerichte die Ausgleichszahlungen des Landes an die Kommunen für verfassungswidrig erklärt – weil sie zu niedrig sind. Im Saarland ist dies nicht besser. Es geht um die Gretchenfrage, ob kommunale Selbstverwaltung überhaupt noch möglich ist, wenn die Spielräume gegen null gedrückt werden. Ich will nicht von unserer eigenen Verantwortung ablenken, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Faktisch ist dies aber seit zehn Jahren unmöglich. Selbst wenn wir die Hälfte des Personals entlassen würden, wären wir noch defizitär. Aber das wäre ebenso utopisch wie unsinnig, denn schließlich wollen wir ja guten Bürgerservice bieten. Wichtig ist, dass jeder erkennt, wie schwierig die Rahmenbedingungen sind, unter denen wir arbeiten.<br />
Warum die Lage so dramatisch ist, beschreiben die Verfassungsgerichtshöfe in Koblenz und in Münster eindrucksvoll. Es gibt jetzt schon drei neue Urteile zu den Kommunalfinanzen:</p>
<p>– Verletzung des Konnexitätsprinzips bei der Kinder- und Jugendhilfe in NRW.<br />
– Hohe Sozialausgaben in Rheinland-Pfalz nicht angemessen berücksichtigt.<br />
– NRW-Kommunen zahlen zu viel für Aufbau Ost .</p>
<p>Und hier an der Saar? Seit 2002 ist die Kreisumlage explodiert. Hartz IV, Kindergärten, Jugendhilfe, Sozialkosten haben uns über die Kreisumlage tief in die roten Zahlen getrieben. Der saarländische Landkreistag hat zu den explodierten Sozialkosten am 20. April präzise Zahlen vorgelegt:<br />
Im Saarland erhöhten sich zwischen den Jahren 2000 und dem Jahr 2010 die umlage-relevanten Ausgaben der Landkreise und des Regionalverbandes Saarbrücken von 593,5 auf 850,7 Millionen €. Zwischen 2006 und 2011 erhöhten sich jedoch die Schlüsselzuweisungen des Landes an die Landkreise und den Regionalverband Saarbrücken lediglich um 6,4 Mio €. Zwischen 2009 und 2011 sind diese Schlüsselzuweisungen sogar um 9,5 Mio € gesunken.“ Weiter heißt es: „Jedem ist sofort klar, dass steigende Ausgaben bei stagnierenden oder sogar rückläufigem Finanzausgleich des Landes nur über die Kreisumlage an die Städte und Gemeinden weitergegeben werden können und dort zu einer dramatischen Schuldensituation führen.“<br />
Und damit sind wir beim Kern des Problems: Wenn sich die umlagerelevanten Ausgaben im Sozial- und Jugendhilfebereich um 156 Millionen € erhöhen, dann sind dies im Schnitt pro Jahr 3 Millionen € pro Kommune. Macht in zehn Jahren 30 Millionen € Liquiditätskredite. Die Zahlen stimmen, wie wir auch in Illingen sehen. Am Illinger Beispiel kann ich auch ein anderes Phänomen erläutern.<br />
Wir zahlen derzeit 7,6 Millionen Euro Kreisumlage. Die Schlüsselzuweisungen des Landes liegen bei 7,1 Millionen Euro. Wir geben unsere Schlüsselzuweisungen, die eigentlich dafür gedacht sind, kommunale Aufgaben in Illingen zu erledigen, komplett an den Kreis weiter und legen noch eine halbe Million von unseren Gewerbesteuern mit dazu. Dabei bräuchten wir diese Gelder, um Investitionen in die Zukunft zu finanzieren. Nur zum Vergleich: Wir dürfen in diesem Jahr zur Finanzierung aller Investitionen, für Straßenausbauten, Anschaffungen und ähnliche Dinge ganze 620.000 € an langfristigen Krediten aufnehmen.<br />
Dass dies nicht überzeichnet ist, können Sie an unverdächtiger Stelle nachlesen. Der rheinland-pfälzische Verfassungsgerichtshof in Koblenz hat am 14. Februar ein Urteil veröffentlicht, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt:<br />
„Die Finanzzuweisungen des Landes reichen angesichts stark gestiegener Sozialausgaben schon seit längerem nicht mehr aus, um den Kommunen eine der Landesverfassung entsprechende angemessene Finanzausstattung zu sichern. Der Landesgesetzgeber hat den kommunalen Finanzausgleich daher zum 1. Januar 2014 neu zu regeln und hierbei auch die Zuweisungen an die  Kommunen deutlich und effektiv zu erhöhen“. Glasklare Begründung: „Die Bestimmungen verstießen gegen die verfassungsrechtliche Selbstverwaltungs- und Finanzausstattungsgarantie, die das Land verpflichte, den Kommunen eine angemessene Finanzausstattung zu sichern.“<br />
Das ist noch nie so deutlich formuliert worden. Trotz der Grundgesetznorm einer Selbstverwaltungsgarantie für die Kommunen wurde den Ländern in der Vergangenheit ein weiter Ermessensspielraum eingeräumt. Das hat sich radikal geändert, seit die Finanzierung radikal beschnitten wurde. Beispiel Rheinland-Pfalz:<br />
„Bereits im 22. Jahr in Folge blieben 2011 die Einnahmen hinter den Ausgaben zurück. Gleichzeitig wachsen die von Gesetzes wegen nur zur Überbrückung kurzfristi-ger Liquiditätsengpässe vorgesehenen Kassenkredite weiter an. Schon Ende 2010 überstieg die Pro-Kopf-Verschuldung aus Kassenkrediten den Durchschnitt der deutschen Flächenländer um fast 150 Prozent. Eine wesentliche Ursache für die außerordentlichen Defizite liegt in den hohen Sozialausgaben der Kommunen.“ Und weiter:<br />
„Sowohl das Land als auch die Kommunen hätten außerordentlich hohe Defizite zu verkraften und seien im Bundesvergleich überdurchschnittlich hoch verschuldet. Dennoch sei das Land aus Gründen der Verteilungsgerechtigkeit zu einer spürbaren Erhöhung seiner Finanzzuweisungen verpflichtet gewesen. Denn die Finanzprobleme der Kommunen seien weitgehend fremdbestimmt. Sie seien maßgeblich auf die hohen Soziallasten und damit auf Kosten aus staatlich zugewiesenen Aufgaben zurückzuführen. Die Sozialausgaben der Kommunen seien allein von 2000 bis 2007 um etwa 51 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro angewachsen. Schon im Jahr 2006 seien auf kom-munaler Ebene fast die Hälfte der für laufende Zwecke eingesetzten freien Finanzmittel für soziale Leistungen aufgewendet worden. &#8230; Der Mitverantwortung des Landes für die Finanzierung der Sozialausgaben stehe nicht entgegen, dass ein Großteil der Sozialgesetze durch den Bund erlassen worden seien. &#8230; Das Land sei verpflichtet, die finanziellen Belange der Kommunen auf Bundesebene als eigene zu wahren und durchzusetzen.“<br />
Das macht Lust auf Klagen – auch im Saarland. Aber bevor wir klagen können, müssen wir unsere eigenen Hausaufgaben erledigen. Deshalb werden wir heute das erste durchgreifende kommunale Sanierungsprogramm der Gemeinde Illingen beschließen. Dass die Haushaltslage problematisch, die Höhe der Liquiditätskredite erheblich ist, wissen wir seit langem. Das Thema hat auch im letzten Jahr im Bürgermeisterwahlkampf eine Rolle gespielt. Es ist müßig, über die Gründe der Krise zu diskutieren. Sie reichen von Steuerausfällen über die Kreisumlage bis Finanzkrise, hängen aber auch mit strukturellen Defiziten zusammen. Das heißt, dass wir in den nächsten Jahren massiv einsparen müssen. Rund 330.000 Euro sind es in diesem Jahr, im nächsten Jahr müssen wir das Defizit um 660.000 Euro gesenkt haben, im übernächsten Jahr um fast eine Million. Das setzt sich bis 2020 fort – dann dürfen wir keine neuen Schulden mehr machen. Bis dann müssen wir unseren Haushalt um rund 3,3 Millionen Euro verbessert haben. Das heißt: weniger ausgeben, auf freiwillige Leistungen verzichten, die Einnahmesituation verbessern, die Kostendeckungsgrade erhöhen, Gebühren anpassen, mit Nachbargemeinden kooperieren. Wir werden aber auch die Zahl der Stellen reduzieren. Wir werden mehr als einmal die Frage stellen müssen: Können oder wollen oder müssen wir uns das leisten? Etwa aus Wettbewerbsgründen.<br />
Wir haben zwei Kommissionen im Rathaus damit beauftragt, Haushaltsverbesserungen zu erkunden. Sie haben den kompletten Haushalt durchforstet, um auf einen Betrag von 1 Million Euro zu kommen, um den wir den Haushalt bis 2015 verbessern müssen und werden. 80 Punkte sind auf der Konsolidierungsliste verzeichnet. Das gab es in Illingen noch nie. Vor allem die „junge Gruppe“ der Konsolidierer war mutig. Es ging um Zumutbarkeit, um Nachhaltigkeit, um Zukunftsfähigkeit, um Finanzierbarkeit. Ziel war eine faire und ausgewogene Lösung. Noch gibt es keine harten Einschnitte, aber schon spürbare Änderungen. Wir haben nicht nur „in den Tag hinein“ geplant, sondern bis 2015. Dabei setzen wir auf Weitblick und Planbarkeit. Mein Job ist es dabei, auch „schlechte“ Nachrichten zu verkünden, um Besserung zu erreichen. Wir wollen die Sanierung. Das ist eine Verpflichtung. Es ist aber auch eine Chance.<br />
Um deutlich zu machen, dass auch die Verwaltung ihren Sparbeitrag leistet, werden in diesem Jahr 3 Stellen ersatzlos gestrichen. Wir werden allein im Personalbereich über ein Drittel des Sparbeitrags leisten. Das wird sich fortsetzen.<br />
Ich will als Bürgermeister mit gutem Beispiel vorangehen – indem ich in meinem Be-reich rund 100.000 Euro dadurch einspare, dass wir eine frei werdende Stelle erst nach 15 Monaten wieder besetzen und zusätzliche Einnahmen generieren. Konkret heißt das: Ich werde entgegen meinen Ankündigungen in diesem Jahr die Stelle der Kulturamtsleiterin nicht mehr besetzen, sondern selbst für weitere sechs Monate diese Aufgabe mit erledigen. Gabi Steuer unterstützt mich dabei. Wir sparen damit allein in diesem Jahr über 65.000 Euro ein. Rund 25.000 Euro waren es schon im letzten Jahr nach dem Weggang von Brigitte Adamek-Rinderle. Zu diesen 90.000 Euro kommen noch Einnahmeverbesserungen um 10.000 Euro durch Programmumstellungen und neue Schwerpunkte. Und trotzdem bieten wir Top-Qualität, die ist Voraussetzung für Erfolg und gute Zahlen. Das wird auch so bleiben. Kultur ist Teil der Welt, Teil der Gesellschaft. Wer sie erhalten will, muss bereit sein für Veränderungen, auch im Kulturbetrieb. Ich bin sicher, wir werden mit dieser Strategie sogar gewinnen. Denn Illipse und Kultur sind Leuchttürme, die sich positiv auf Image und Wohnwert auswirken.<br />
Es gibt weitere Schwerpunkte auf die wir setzen:<br />
Wir nehmen das Höllproblem jetzt selbst in die Hand. Wir planen und vermarkten, wir kaufen, lassen abreißen und neu aufbauen: Einkaufen, Wohnen Dienstleistungen, so wie es zu uns passt. Modern und bürgernah. Das ist die Chance für Illingen. Die müssen wir nutzen, wenn das Fenster geöffnet ist.<br />
Noch sind die Einkaufsmöglichkeiten in Illingen gegeben. Aber wir brauchen neue Akzente: Dazu wollen wir die Gewerbetreibenden noch besser vernetzen und unser Profil schärfen. Unsere Märkte sind dabei ganz wichtig. Wir haben das Programm gestrafft und trotzdem verbessert. Im Gewerbegebiet Saarbrücker Kreuz sind jetzt auch die ersten Firmen ans schnelle Artelis-Glasfaser-Netzwerk angeschlossen.<br />
Prima Klima an der Ill: Wir setzen mit unserem kommunalen Klimaschutzprogramm auf Wind, Sonne und natürliche Wärme und rechnen mit Mehreinnahmen von 120.000 Euro pro Jahr ab 2015. Diese Einnahmen sollen verstetigt werden. Das stärkt die regionale Wertschöpfung und unsere Einnahmeposition. Dafür müssen wir heute investieren. Der Flächennutzungsplan ist ab morgen in der Auslegung, der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Außerdem hat das Gaswerk Illingen noch Rechtzeitig vor der drastischen Förderkürzung zwei Großanlagen für Fotovoltaik aufgebaut. Prima Klima heißt aber auch, dass wir den Verbrauch reduzieren müssen. Dafür investieren wir in die Halle Uchtelfangen. Beim Hallenbad haben dank der Sanierung über 40 Prozent Energie pro Jahr eingespart. Aber wir brauchen auch faire Nutzungsentgelte. Weil die Kosten so dramatisch gestiegen sind, müssen wir die Hallengebühren zum ersten Mal seit rund 40 Jahren erhöhen. Die 1,50 Euro pro Hallen-hälfte sind mit Sicherheit zumutbar. Und auch unsere Billigstpreise für die Freibad-Saisonkarte können wir nicht mehr guten Gewissens verantworten. Wenn wir das Bad erhalten wollen – und das wollen wir, weil es einen erheblichen Gesundheits- und Erholungfaktor hat -, müssen wir auch die Einnahmen so gestalten, dass wir über die Runden kommen. Auch hier gilt das Prinzip Nachhaltigkeit. Hätten wir Hallengebühren und Bäder-Eintritt so erhöht, wie sich die Kosten für Energie erhöht haben, müssten wir heute statt drei Euro neun bis zwölf Euro verlangen – um die Dimension bei den Mehrzweckhalle läge nicht bei vier Euro, sondern bei 16 Euro pro Stunde. Wir sind also auch nach der Preisanpassung noch meilenweit von Deckungsgraden entfernt, wie sie andere bundesdeutsche Kommunen anstreben.<br />
Gute Schulen, gute Zukunft heißt ein weiteres Stichwort. Illingen ist einer der größten und wichtigsten Schulstandorte im Saarland. Das ist einer der Gründe, warum wir den Busbahnhof bauen und kräftig investieren. Die Infrastruktur muss stimmen für den Erfolg. Dazu sind aber auch Kooperationen notwendig, etwa mit dem Kreis.<br />
Damit wären wir bei einem weitern Schwerpunkt: Kooperative Kommunalpolitik. Runter vom Kirchturm heißt das Motto. Wir müssen und werden viel mehr zusammenarbeiten. Der Zweckverband Illrenaturierung wird von vier auf sechs Kommunen erweitert. In einem Modellversuch mit dem Landesverwaltungsamt und der Gemeinde Marpingen testen wir, ob wir die Vollstreckung – also die Aufgabe der Hissjer, die Geld eintreiben -, von einer externen Stelle ausführen lassen können. Wir wollen damit Geld sparen, die Verwaltung weiter verschlanken und die Einnahmequote erhö-hen. Daran sehen Sie: Wir werden selbst zur Haushaltskonsolidierung aktiv beitragen. Auch in anderen Bereichen werden Kooperationen angestrebt: Im Versicherungswesen, im Ordnungswesen, bei der Lohnabrechnungen oder in der EDV-Ausstattung oder beim Materialeinkauf. So kommen rund 50.000 Euro pro Jahr zusammen.<br />
Ein weiterer Schwerpunkt lautet: Dorfleben, Fitness, Gesundheit und Kultur. Wir unterstützen die Vereine, die Jugendarbeit betreiben, sanieren Hallen und Plätze, weiten aber auch hier die Kooperationen aus. Die Ehrenamtlichen sind gleichberechtigte Partner. Wir stärken die touristischen Aktivitäten mit Erlebnisweg, Schaukäserei, Rosenweg und gebündelten Gesundheitsaktivitäten.<br />
Einnahmen verbessern, Ausgaben einsparen, Verwaltung straffen, Kooperationen fördern – das sind unsere Rezepte für eine Verbesserung der Finanzen. Auch das ist zwingend. Alle müssen ihren Beitrag leisten. Das gilt für die Verwaltung wie für die Wirtschaft, für die Bürger wie für die Vereine. Wir brauchen nur die Zahlen aus der Haushaltssatzung, um die aktuelle Situation umfassend zu beschreiben:<br />
Erträgen von 21,7 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 25,5 Millionen Euro gegenüber. Damit fehlen uns 3,8 Millionen Euro, um den Haushalt jahresbezo-gen auszugleichen. Der Höchstbetrag der Liquiditätskredite wird auf 38,5 Millionen Euro festgesetzt, die allgemeine Rücklage wird um 3, 8 Millionen Euro abgeschmolzen. Das heißt, dass unser Eigenkapital schmilzt. Und weil diese Entwicklung so ist, wie sie ist, sind wir gesetzlich und politisch gehalten, unseren Haushalt in Einnahmen und Ausgaben zu verbessern. Es gibt keine andere Wahl. Diese Wahrheit ist den Menschen zumutbar.<br />
Wir haben noch Eigenkapital, wir haben Potenzial zur Verbesserung des Haushalts und wir haben Chancen, dass es einen Entschuldungsfonds geben wird. Aber auch da gilt der Grundsatz, dass wir einen Eigenbeitrag in erheblicher Größenordnung leisten müssen, zumal die demografische Entwicklungen Anpassungen erzwingt.<br />
Wir haben sowohl intern als auch im Gemeinderat Konsolidierungskommissionen eingesetzt, die dafür sorgen, dass die Sparvorgaben eingehalten werden. Uns liegt viel daran, dies auch öffentlich zu kommunizieren. Wir werden deshalb sehr offen über die Sanierungspunkte informieren und sie auch im Internet einstellen. Es kommen härtere Zeiten auf uns zu. Das heißt, dass wir enger zusammenrücken müssen.<br />
Die Wahrheit ist den Räten und den Bürgern zumutbar. Damit haben wir beim Thema Demografie gute Erfahrungen gemacht, und damit werden wir auch bei der Haushaltskonsolidierung gute Erfahrungen machen.<br />
Zur Wahrheit gehört, dass wir ohne Straßenausbaubeiträge keine Straßen mehr grundhaft erneuern könnten. Es gibt zwei Alternativen dazu: Anstelle von Einmalbeiträgen, die im Einzelfall hoch sein können, die Einführung von wiederkehrenden Beiträgen. Alternative zwei: Nichts verändern. Dann werden aber auch keine Straßen und keine Gehwege mehr erneuert.<br />
Auch darüber wollen wir intensiv informieren und mit den Bürgern reden.<br />
Wir wollen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern unsere Zukunftschancen nutzen. Das geht nur, wenn wir selbst das Heft in die Hand nehmen.<br />
Gemeinderat und Verwaltung haben intensiv gearbeitet, um Zukunft möglich zu machen. Das haben wir in dieser Form noch nie praktiziert. Diese großkoalitionäre Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg macht Mut für die Zukunft. Ich danke ausdrücklich Christian Petry, Guido Jost und Gerhard Meiser, Alfons Vogtel, Stefan Maas, Günter Schmidt, Arno Woll, Hans-Peter Metzinger, Gerhard Groß, Marco Schneider und Karl-Josef Jochem sowie Christoph Schröder und Marietta Kotterbach, um einige der engagierten Gemeinderäte zu nennen. Ich danke Hermann Meyer, Elmar Meiser, Werner Niklas, Cordula Ogrizek und Ludger Wolf und der „jungen Gruppe“ unter Benni Kiehn. Das war eine reife Leistung. Danke für euer tolles Engagement, danke auch ans Andreas Schwarz, Sabrina Pelka und Ruth Schledorn für ihre enorme Flexibilität. Christian Petry hat auch beim Regiebetrieb Feuerwehr Akzente gesetzt und im Gespräch mit seinem ehemaligen Chef Metzler, der heute Leiter des Landesverwaltungsamtes ist, Überzeugungsarbeit geleistet. Die Ortsräte mussten erstmals erkennen, dass es null Spielraum für zusätzliche Leistungen gibt. Auch ihnen ein herzliches Wort des Dankes für ihr großes Verständnis.<br />
Illingen ist anders als andere Gemeinden. Aktiver, pfiffiger, kreativer. Und in vielen Bereichen bürgernäher. Das soll auch so bleiben. Sorgen Sie dafür, dass wir die verbliebenen Spielräume erhalten und nach Möglichkeit verlorenes Terrain wieder zurückgewinnen.  Zum ersten Mal wird nicht draufgesattelt, sondern deutlich gekürzt. Das tut weh, eröffnet aber große Chancen für eine neue, nachhaltigere Politik. Ein ehemaliger saarländischer Ministerpräsident hat mal gesagt: „Wenn wir schon kein Geld haben, brauchen wir wenigstens gute Ideen.“ Der Anfang ist gemacht. Stimmen Sie zu, damit wir den Weg konsequent gehen können.  </p>
<p>Dr. Armin König</p>
<p>Illinger Haushaltsrede am 10.5.2012</p>
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		<title>Über langweilige Fortbildungen, elende Powerpointfolien, knackige Moleskine-Notizen und Emotionen, die sich lohnen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 22:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kennt ihr diese Weiterbildungen? Du hast dir einen Termin freigeschaufelt, ein Ticket gebucht, bist in ein Flugzeug gestiegen, nach Berlin gejettet, hast nach diversen Staus dein Tagungslokal erreicht, und dann wird der Beamer in Betrieb gesetzt. Kluge Menschen haben unendliche viele Daten, Sätze Zahlen, Fakten, die sie sowieso vorlesen, auf Folien geschrieben, die kein Mensch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr diese Weiterbildungen? Du hast dir einen Termin freigeschaufelt, ein Ticket gebucht, bist in ein Flugzeug gestiegen, nach Berlin gejettet, hast nach diversen Staus dein Tagungslokal erreicht, und dann wird der Beamer in Betrieb gesetzt. Kluge Menschen haben unendliche viele Daten, Sätze Zahlen, Fakten, die sie sowieso vorlesen, auf Folien geschrieben, die kein Mensch lesen kann. Und wenn er sie liest, kann er nicht gleichzeitig zuhören. Und so schweift der Blick durch die Runde, und du stellst fest, dass auch deine Mitstreiter Mühe haben, die Konzentration zu halten. Du denkst an ein Bad im Freien oder an Kreta oder an Sylt oder die Lippen deiner Frau, doch nicht an Compliance und Commitment und Fokussierung und was noch alles auf den klugen Powerpoint-Folien kluger Referenten steht. Du wirst all diese Folien auch noch als &#8220;Handout&#8221; erhalten &#8211; im Wortsinn ausge&#8217;händigt&#8217; &#8211; und kannst nachlesen, was an Stichworten vorn auf auf der Landwand vor dir vorbeizieht. Du blickst alle fünf Minuten auf dein iPhone, antwortest auf Twitter-Postings deiner Timeline, die du normalerweise nicht beachtet hättest und überlegst, wo du am Abend essen gehen könntest in Berlin&#8230;<br />
Zum Glück habe ich mir angewöhnt, immer ein klassisches Notizbuch mit in die Weiterbildungen zu nehmen, am liebsten meine Moleskine-Klassiker. Dazu einen Lamy, weil der flüssig schreibt.<br />
Ich missachte die dämlichen Powerpoint-Folien, die schon Steve Jobs gehasst hat, und mache mir meine eigenen Notizen und Gedanken.<br />
Und daran erinnere ich mich. Weil ich sie von Hand geschrieben habe. Plötzlich sind da Situationen, Emotionen, Sinneseindrücke. Es lebt wieder auf.<br />
Warum ich das alles vorausschicke?<br />
Weil ich ohne diese Notizen die Veranstaltung abgehakt hätte: viel Gerede, wenig Konstruktives. Nach Monaten habe ich wieder einen Blick auf die alten Notizen geworfen &#8211; und siehe da: sie sind brauchbar. Brauchbarer als jede Powerpoint-Präsentation mit vielen Megabites an Informationen.<br />
Plötzlich stelle ich fest, dass sich doch Tipps aus der Fortbildung praktisch anwenden lassen<br />
In diesem speziellen Fall heißt das:<br />
Wir stellen erfreut und erleichtert fest, dass es doch so etwas wie &#8220;strategisches Kommunalmanagement&#8221; geben kann und geben sollte.<br />
Es sind zwar nur ein paar handgeschriebene Notizen, dahingekritzelt fast, aber jetzt kann ich mir wieder vorstellen, was mit &#8220;Fokussierung des Engagements&#8221; gemeint war: weil dahinter in Klammern steht: &#8220;(kein Gemischtwarenladen)&#8221;. Sind wir das nicht alle: Gemischtwarenläden? Und gibt es im Real Life noch die Kolonialwarenläden aus unserer Kindheit? Ich erinnere mich an Gerüche von Brot und Käse, von Sauerkraut und rohem Fleisch. Ich sehe die alte Molkerei vor mir, den Schmicklerschen Kolonialwarenladen, ich höre die scheppernden Milchbleche. Emotionen, Sensationen.<br />
Wo sind sie geblieben, die Haushaltwarengeschäfte und Tante-Emma-Läden?<br />
Einfach von der Bildfläche verschwunden.<br />
Kann das mit unseren Kommunen auch passieren: dass sie ihren Charakter als Gemischtwarenläden verlieren? Dass sie in ihrer jetzigen Form kaum Zukunft haben? Dass all die charakteristischen Geräusche und Gerüche verschwinden? Und mit ihnen die Kundinnen und Kunden und die Verkäufer, die Bürgerinnen und Bürger und ihre Repräsentanten? Kein Gemischtwarenladen. Stattdessen Fokussierung des Engagements!<br />
Klingt vernünftig.<br />
Eine Zeile darunter stehen die Wörter: &#8220;Umfassende Kommunikation&#8221;. Und dahinter, in Klammern: (&#8220;nicht von oben herab, nicht nur in eine Richtung)&#8221;. Auch das hat der Redner so nicht gesagt. Aber so konnte ich es mir merken. Eine Piraten-mäßige Forderung: umfassende Kommunikation, Offenheit, Transparenz. Wobei ich anmerken will, dass ich kein Pirat bin. Aber das ist wieder ein anderes Thema.<br />
Ich lese in meinen alten Aufzeichnungen, dass &#8220;die eigene Position durch Kooperationen und Vernetzung gestärkt&#8221; werden soll. Und dahinter steht: &#8220;runter vom Kirchturm&#8221;. Ich steige überhaupt nicht auf Kirchtürme. Trotzdem bleibt die Erkenntnis, dass eine &#8220;Stärkung der Position durch Vernetzung&#8221; im Zeitalter der Digitalisierung sinnvoll ist (jetzt bloß nicht &#8220;Sinn macht&#8221; schreiben!, alter Germanist).<br />
Phrasendreschmaschinen würden jetzt ausspucken: Über den Tellerrand schauen. So groß kann mein Teller gar nicht sein.<br />
Was wir brauchen, sind &#8220;Horizonte&#8221;.<br />
&#8220;Neue Horizonte&#8221;.<br />
Und das steht auch da.<br />
Ich habe dann noch &#8220;Commitment&#8221; notiert, was eigentlich keiner verstanden hat. Und eigentlich geht es ja auch um Begeisterung und Mitmacheffekte udn um Sozialkapital.<br />
Bleiben noch die &#8220;Vitalisierung der eigenen Organisation&#8221; &#8211; Klammer auf… &#8220;Arsch hoch und aktiv werden&#8221; &#8211; und die &#8220;Erfolgskontrolle&#8221;.<br />
Und schon haben wir alle wichtigen Punkte aus einem Kick-off-Grundrauschen destilliert.<br />
Man könnte einen eigenen, ganz anderen Vortrag daraus entwickeln, ohne lästige Powerpoint-Folien.<br />
Man sollte vielleicht einfach nur erzählen. Sich auf die Sprache konzentrieren, den Klang der Stimme, auf den die wenigsten Referenten achten, die Zuhörer begeistern. Und ihnen &#8211; wenn schon Beamer &#8211; hin und wieder ein paar knackige Fotos servieren.<br />
Leider werde ich bei meinen eigenen Vorträgen auch immer genötigt, Powerpoint-Folien an die Wand zu werfen. Immer öfter gehe ich allerdings dazu über, mich auf Fotos zu beschränken. Und ansonsten einfach nur zu erzählen. Dass man Probleme nicht dadurch löst, dass man den Kopf in den Sand steckt, dass man selbst schon ganz schön in der Sch.. gesteckt hat udn doch in der Lage war, sich zu befreien. Dass man den Bürgern die Wahrheit sagen kann und trotzdem gewählt wird. Und dass das Schönste an solchen Vorträgen das kühle Bier nach Ende der Veranstaltung ist.<br />
Und wenn dann einer ein Moleskine-Notizbuch dabei gehabt und sich einige wenige Notizen gemacht hat, kann er auch noch ganz klassisch Telefonnummern notieren, die er dann später vielleicht einmal anruft.<br />
Von Hand Schreiben kann so produktiv sein&#8230;<br />
Die Moral von der Geschichte? Es gibt keine Moral in der Geschichte. Nur ein paar kleine Erfahrungen. Und Erlebnisse, die dank einiger weniger Notizen hängen geblieben sind.<br />
Erinnerungen an eine langweilige Fortbildung, bei der ich eingeschlafen wäre, wenn ich mir keine Moleskine-Notizen gemacht hätte udn wenn sie nicht mit Emotionen, die sich lohnen, verbunden wären.<br />
Gut, dass ich meine alten Notizbücher nicht wegwerfe.<br />
Ich wundere mich immer wieder und immer neu, was ich schon alles gedacht und geschrieben habe.<br />
Tun Sie&#8217;s auch. Es lohnt sich.<br />
Auch eine Art &#8220;strategisches Engagement&#8221;.  </p>
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		<title>Wein und Schokolade &#8211; Genuss mit Deutschlands Top-Weinexpertin Natalie Lumpp in Illingen &#8211; LeseLust und WissensDurst</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 22:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit „Wein und Schokolade“ hat die Gemeinde Illingen die neue Serie „LeseLust und WissensDurst“ im Illinger Rathaussaal gestartet. Für die Premiere hatte Bürgermeister Armin König Deutschlands prominenteste Weinverkosterin Natalie Lumpp eingeladen. Sie präsentierte nicht nur ihr Buch „Essen und Wein“, sie stellte den Gästen sechs Spitzenweine aus dem Saarland und aus Baden und exzellente Schokolade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit „Wein und Schokolade“ hat die Gemeinde Illingen die neue Serie „LeseLust und WissensDurst“ im Illinger Rathaussaal gestartet. Für die Premiere hatte Bürgermeister Armin König Deutschlands prominenteste Weinverkosterin Natalie Lumpp eingeladen. Sie präsentierte nicht nur ihr Buch „Essen und Wein“, sie stellte den Gästen sechs Spitzenweine aus dem Saarland und aus Baden und exzellente Schokolade vor. Das Publikum durfte Wein und Schokolade ebenfalls verkosten. Damit bot die eloquente Sommelière aus Baden-Baden sowohl den Leselustigen als auch den Weinwissensdurstigen einen genussvollen Abend zu fairen Preisen.<br />
Spätestens, als die charmante Natalie Lumpp augenzwinkernd erzählte, dass Riesling schlank mache, auch in Kombination mit Schokolade, hatte sie das Publikum im Illinger Rathaussaal erobert. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie  hat in den edelsten Sterne-Restaurants  und –Hotels gearbeitet, unter anderem bei Harald Wohlfahrt in der Traube Tonbach, wo sie auch die Saar-Kochstars Christian Bau und Klaus Erfort kennenlernte, im Hotel Bareiss und im Schlosshotel Bühlerhöhe. Natalie Lumpp ist heute im Fernsehen, Radio, Zeitschriften und Zeitungen multimedial präsent. Sie hat nicht nur ein feines Näschen, um Weine zu verkosten, sie kann auch wunderbar erzählen. Zweieinhalb Stunden lang zog die Weinexpertin im gemütlichen Illinger Rathaussaal alle Register.<br />
Eigentlich hatte Bürgermeister Armin König sie aus drei Gründen eingeladen: Weil Weingenuss im Illinger Rathaus seit den Zeiten seiner Vorgänger Alfons Senz und Werner Woll sehr geschätzt wird, weil zum Auftakt der neuen Reihe eine bundesweit bekannte Autorin und Expertin den Qualitätsstandard setzen sollten und weil er ihre Stimme im Radio gehört hatte. „Da wusste ich: Sie kann Zuhörer in ihren Bann ziehen.“ Und wie sie das tat!<br />
Den Auftakt machte sie mit zwei Weinen von Thomas Schmitt (Weingut Schmitt-Weber): einem Grauburgunder Spätlese aus dem Jahrhundertjahrgang 2011, den sie mit einer Vollmilchschokolade aus Ecuador kombinierte und mit einem vollmundigen Perler Hasenberg Chardonnay Auslese, zu der eine weiße Schokolade mit roter Frucht gereicht wurde. Ganz nebenbei steuerte Armin König die Information bei, dass unter Senz und Woll vor allem Wein aus dem elsässischen Voegtlinshoffen im Rathauskeller lagerte, dass aber inzwischen neben dem Immelé-Wein aus dem Elsass auch die saarländischen Weingüter Schmitt-Weber und  Petgen-Dahm von der Obermosel stark präsent sind. Thomas Schmitt war der Erste, der mit seinen Burgunder-Weinen im Illinger Rathaus Gefallen fand, nachdem er Ortsvorsteher, Beigeordnete, Bürgermeister, Gemeinderäte und Beamte bei einer Weinprobe überzeugt hatte.<br />
Durch Zufall kam im letzten Jahr das Weingut Petgen-Dahm hinzu. Brigitte Petgen hatte über Facebook gepostet und nun durften die Gäste von „Wein und Schokolade“ sich unter Anleitung von Natalie Lumpp von der tollen Qualität der Petgen-Dahm-Weine überzeugen. Zum Gewürztraminer Auslese servierte sie exotische weiße Schokolade  mit Safran und Curry. Der Bürgermeister steuerte Anekdoten aus früheren Gemeinderatszeiten bei, als neue Ratsmitglieder in der letzten Sitzung des Jahres von Hermann Thewes mit Gewürztraminer geeicht wurden. Edel und klar schließlich der Ayler Kupp Riesling Auslese von Petgen-Dahm, der mit leicht gesalzener Schokolade gereicht wurde. Es war ein Gedicht. Den Abschluss bildeten zwei Rote aus Baden: ein Spätburgunder aus dem Weinhaus Heger und ein voller, beeriger Öko-Lemberger von Klumpp aus dem Kraichgau, serviert mit einer gepfefferten dunklen Schokolade mit viel Kakao.<br />
Noch während der Verkostung signierte Natalie Lumpp geduldig ihre Bücher. Am Ende der Veranstaltung war der Büchertisch restlos leergefegt, ein einsames Spätburgunder-Glas stand noch auf dem Tisch, und von der Schokolade waren nur noch Krümel übrig.<br />
Die Besucherresonanz war hervorragend. Für nächstes Jahr ist ein Whisky-Abend in der Diskussion. </p>
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		<title>Harte Konsolidierungswoche</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 22:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine schwierige Woche liegt vor uns. Wir müssen das erste wirklich durchgreifende kommunale Sanierungsprogramm der Gemeinde Illingen beschließen. Dass die Haushaltslage problematisch, die Höhe der Liquiditätskredite erheblich ist, wissen wir seit langem. Das Thema hat auch im letzten Jahr im Bürgermeisterwahlkampf und in der Podiumsdiskussion in der Illipse eine Rolle gespielt. Es ist müßig, über die Gründe zu diskutieren. Sie reichen von Steuerausfällen über die Kreisumlage bis Finanzkrise, hängen aber auch mit strukturellen Defiziten zusammen: Das heißt, dass wir zu viel im konsumtiven Bereich ausgeben und zu wenig Geld haben, um zu investieren – und dass wir in den nächsten Jahren massiv einsparen müssen. Rund 330.000 Euro sind es in diesem Jahr, im nächsten Jahr müssen wir das Defizit um 660.000 Euro gesenkt haben, im übernächsten Jahr um fast eine Million. Das setzt sich bis 2020 fort – dann dürfen wir keine neuen Schulden mehr machen. Das heißt, dass wir bis dann unseren Haushalt um rund 3,3 Millionen Euro verbessert haben müssen. Das heißt: weniger ausgeben, auf freiwillige Leistungen verzichten, die Einnahmesituation verbessern, die Kostendeckungsgrade erhöhen, Gebühren anpassen, mit Nachbargemeinden kooperieren. Wir werden aber auch die Zahl der Stellen reduzieren.<br />
Im Sachkostenbereich geht es immer um die Frage: Können wir uns das noch leisten? Oder müssen wir es uns im Wettbewerb mit anderen Kommunen und Regionen leisten? Auch das kann notwendig sein.<br />
Heute haben der Haushalts- und Finanzausschuss und der Haupt- und Personalausschuss intensiv darüber beraten.<br />
Wir setzen auf Ehrlichkeit.<br />
Die Wahrheit ist den Bürgerinnen und Bürgern zumutbar.<br />
Um deutlich zu machen, dass auch die Verwaltung ihren Sparbeitrag leistet, werden in diesem Jahr 3 Stellen ersatzlos gestrichen. Wir werden allein im Personalbereich über ein Drittel des Sparbeitrags leisten.<br />
Es geht um Zumutbarkeit, um Nachhaltigkeit, um Zukunftsfähigkeit, um Finanzierbarkeit – es gab keine Tabus in der Diskussion.<br />
Ziel war und ist eine faire und ausgewogene Lösung. Noch gibt es keine harten Einschnitte, aber schon spürbare Änderungen. Die werden am Donnerstag im Gemeinderat diskutiert, beschlossen und dann der Kommunalaufsicht vorgelegt. Wir haben nicht nur „in den Tag hinein“ geplant, sondern bis 2015. Dabei setzen wir auf Weitblick und Planbarkeit. Mein Job ist es dabei, auch „schlechte“ Nachrichten zu verkünden, um Besserung zu erreichen. Wir wollen die Sanierung. Das ist eine Verpflichtung. Es ist aber auch eine Chance. Damit sich Illingen weiter etwas bewegt. </p>
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		<title>Was auf uns zukommt &#8211; die Themen von morgen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 22:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lese zum Abschluss des Tages mal quer, was alles an Themen auf uns zukommt (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag). Ich bin sicher, die Medien werden die Themen aufgreifen, wenn die Berichte vorliegen: Innovationsreport &#8220;Konzepte der Elektromobilität und deren Bedeutung für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt&#8221; Innovationsreport &#8220;Zukunft der Automobilindustrie&#8221; Innovationsreport &#8220;Technischer Fortschritt im Gesundheitswesen: Quelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lese zum Abschluss des Tages mal quer, was alles an Themen auf uns zukommt (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag). Ich bin sicher, die Medien werden die Themen aufgreifen, wenn die Berichte vorliegen: </p>
<p>Innovationsreport &#8220;Konzepte der Elektromobilität und deren Bedeutung für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt&#8221;<br />
Innovationsreport &#8220;Zukunft der Automobilindustrie&#8221;<br />
Innovationsreport &#8220;Technischer Fortschritt im Gesundheitswesen: Quelle für Kostensteigerungen oder Chance für Kostensenkungen?&#8221;<br />
Innovationsreport &#8220;Die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Roh- und Werkstoffen für Hochtechnologie&#8221;<br />
Innovationsreport &#8220;Weiße Biotechnologie&#8221;</p>
<p>TA-Reports:<br />
- Geoengineering<br />
- Synthetische Biologie<br />
- Moderne Stromnetze als Schlüsselelement einer nachhaltigen Energieversorgung&#8221;<br />
- Nachhaltigkeit und Parlamente &#8211; Bilanz und Perspektiven Rio plus 20<br />
- Postdienste und moderne Informations- und Kommunikaitonstechnologien.</p>
<p>laufendes Projekt<br />
- regenerative Energieträger zur Sicherung der Grundlast in der Stromversorgung.</p>
<p>spannende Themen, spannende Zeit, spannende Welt.</p>
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